Manchmal verzweifle ich beinahe an der Diskussion im Gemeinderat. Da wird heute tatsächlich eine halbe Stunde darüber diskutiert, ob ein Baum im Stadtteil Oferdingen möglicherweise wegen des Befalls durch den Eichenprozessionsspinner gefällt werden kann. Der Hintergrund: Der Besitzer weigert sich, den Baum zu behandeln. Vielleicht will er bauen, keine Ahnung. Nur: ist das die Arbeit im Gemeinderat.
Direkt danach wird dann über den Beteiligungsbericht der Stadt, da geht es um einen dreistelligen Millione-Betrag, kaum diskutiert.
Wichtiges
Der Gemeinderat hat auch Wichtiges entschieden: Der Anbau an das Albert-Einstein-Gymnasium kommt (endlich), nachdem der konservative Teil erst echt gebremst hat. Und – wir bekommen eine Kletterhalle in Reutlingen.
Damit wird der Alpenverein gestärkt, die Sportmöglichkeiten für Schulen erweitert und der Freizeitwert meiner Stadt weiter erhöht. Das kostet die Stadt zwar bald eine halbe Million €, aber der Verein leistet selber noch mehr. Respekt, Helmut Kober!
Ich selber habe mich mal wieder nicht beliebt gemacht, aber es wäre ja auch verlogen, nicht darauf hinzuweisen, dass der Klettersport doch gewisse Altersgrenzen kennt. Im Gegenzug habe ich aber auch klaglos die hervorragende Vorlage der Verwaltung zur Seniorenpolitik abgenickt.
Persönliches
In den letzten Wochen und Monaten wurde ich von vielen Freunden darauf angesprochen, ob ich denn wieder für den Bundestag kandidieren will. Die Entscheidung werde ich bald mitteilen, davor gilt es allerdings, noch Gespräche zu führen und einige Tage nachzudenken. Das werde ich auch über die nächsten Tage machen. Und zwar im wunderschönen St. Peter-Ording. Hier habe ich ein tolles Hotel, werde berichten, ob es sich gelohnt hat.
Ein erholsames Wochenende wünscht
Sebastian Weigle


