Was lange währt wird endlich gut: Ich hatte den Leserinnen und Lesern meines Blogs versprochen, sie in Zukunft regelmäßig mit Sichtweisen und Aktuellem zu versorgen, aber der neue Job und die ehrenamtliche Tätigkeit haben mir bis heute einen Strich durch die Rechnung gemacht.Dies soll sich jetzt ändern.
Der Bürgerentscheid
In den letzten Wochen ging es in der Reutlinger Kommunalpolitik hoch her: Der Bürgerentscheid zur Stadthalle hatte ein eindeutiges Ergebnis, zwei Drittel der abstimmenden Reutlingerinnen und Reutlinger haben sich für die Planungen zu einer neuen Stadthalle ausgeprochen. Auch die Reutlinger SPD hat daran einen großen Anteil, mit Ihrer Kampagne des doppelten JA hat sie sich als einzige Partei rausgewagt.
Die Freien Wähler waren wie üblich erst kurz vor dem Entscheid da und verbreiteten die Meinungen: „Vielleicht“… TOLL!!!
Den Abschuss bildeten jedoch die Grünen und Alternativen, die mit einer Lügenkampagne durch die Stadt gezogen sind und mit falschen Zahlen agitiert haben. Höhepunkt war ihre Kampagne: Straßenlöcher stopfen statt Stadthalle bauen…. Man kann ja nun der Meinung sein, dass Schlaglöcher das größte Problem in der Stadt sind, aber gerade die Grünen wollten eigentlich immer den lauen Etat des Straßenbaus kürzen! Da lobe ich mir die Wahrheit der Grünen.
Nun, der Entscheid ist gelaufen und man könnte jetzt meinen, dass die Grünen die Mehrheit akzeptieren und sich als kritische Betrachter und Begleiter der Planungen erweisen, aber nein, sie akzeptieren das Urteil der Bevölkerung nicht. Stellen Sie sich vor, was passiert wäre, wenn es zwar ein Nein gegeben hätte, aber das Quorum keine Mehrheit gehabt hätte. Und wir hätten gesagt, jetzt erst recht! Das hätte ein Towhouwawowhou gegeben…
Arbeitsplätze sind etwas wert
Interessant auch das Verhalten der Grünen beim Standortsicherungsvertrag mit einem großen Unternehmen in Reutlingen. Teil war es, ein Grundstück anzukaufen, dafür wurden mehrere hundert Arbeitsplätze in Reutlingen erhalten. Grüne Linie: Das schadet dem Mittelstand, jeder Arbeitsplatz kostet viel Geld… Das das Grundstück gut verwertet werden kann, ist dabei untergegangen. Warum erzähle ich das, obwohl es nichtöffentlich ist? Ganz einfach: Die Grünen haben ihre Ablehnung in der letzten Ratssitzung öffentlich gemacht und halten ihre Arbeitsplatzvernichtung immer noch richtig.
Ich wundere mich nur, wieso die Grünen immer noch am 1. Mai auf dem Marktplatz zu treffen sind, aber das ist ein anderes Thema.
Regionalstadtbahn
In den nächsten Monaten wird ein Thema zunehmend wichtig in der Arbeit der Kommunalpolitik in der Region Neckar-Alb werden. Nachdem es jahrelang ein rot-grünes Thema war (ja, da gibt es doch noch Gemeinsamkeiten…) sind nun inzwischen auch einige Konservative schlauer geworden. Angetrieben vom Regionalverbandsdirektor Gust haben sich die Konservativen im Regionalverband dazu durchgerungen, sich in Richtung Untersuchungen auf die Realisierbarkeit hinzubewegen. dagegen hat die Stadt Reutlingen seit Bosch und auf Betreiben von Rot und Grün schon einige Zeit eine Planungsrate für die Regionalstadtbahn im Haushalt stehen. Das richtige Zeichen!
Es ist müßig, darauf hinzuweisen, dass dies längst der Fall sein könnte, wenn die guten Menschen mal hingehört hätten. Und wer jetzt meint, dies sei eine linke Unterstellung, dem sei gesagt, dass es Rote und Grüne waren, die jahrelang für die Ermstalbahn gekämpft haben und die Konservativen, mit Ausnahme von Hermann Schaufler vielleicht, erst in letzter Minute buchstäblich auf den Zug gesprungen sind…
Also, die Regionalstadtbahn kommt. Und wenn mehr Leute fortschrittlich denken, dann kommt Sie schneller. Ihr Geldbeutel dankt es Ihnen.

