Kaum ist die Einigung da, lässt das Land die Wahrheit ans Licht kommen. Während die regierungszahme Landespresse noch über die „Europatauglichkeit“ jubelt und den neuen Schwung für den Schienenverkehr beschwört, erzählt der Finanzminister Stratthaus die dunkle Wahrheit. Die Mehrkosten bei Stuttgart 21 sollen all die zahlen, die täglich mit Bus und Bahn pendeln. Denn als Ausgleich für die ach so toll Bahnhofsgigantonomie Stuttgart 21 wird die Landesregierung die Regionalisierungsmittel zusammenstreichen.
Das heißt: Noch weniger Zugverbindungen zwischen Reutlingen und Stuttgart, noch weniger Busverbindungen auf der Schwäbischen Alb und in den Städten, Regionalstadtbahn in weiter Ferne. Was für ein neuer Schwung für den Schienenverkehr, welch tollen Aussichten für die Umwelt, willkommen auf den verstopften Straßen im Land!
Herzlichen Dank, Herr Ministerpräsident Oettinger, klasse Leistung, liebe CDU! Willkommen in der Steinzeit des öffentlichen Nahverkehrs. Stuttgart 21 wird kommen, das Land verliert.
Meint etwas zornig
Sebastian Weigle

