Eine nachhaltige Verkehrspolitik für die Region
In einem anderen Blog, dass sich zuallererst mit langfristigen Perspektiven der Politik beschäftigt, habe ich darauf hingewiesen, dass in meiner Heimatregion eine nachhaltige Verkehrspolitik nur durch Vernetzung erreicht werden kann und dies eine grundlegende Aufgabe der Politik dargestellt. Um was geht es konkret? Es geht darum, dass wir die Verkehrsprobleme hier in der Region nur durch eine Kombination der Verkehrsträger lösen können. So wird in Reutlingen zurecht diskutiert, dass wir dringend eine Verbesserung der Verkehrssituation benötigen. Denn mit 60.000 Fahrzeugen am Tag am AOK-Knoten ist die Grenze der Belastung längst überschritten. Diese Situation lässt sich aber eben nur durch die Kombination der Verkehrsträger lösen.
Gegen Illusionen
Denn die Illusion, die insbesondere die CDU äußert, dass durch den Bau des nicht unumstrittenen Scheibengipfeltunnels (sog. „Achalmtunnel“) sich die Verkehrsprobleme lösen, ist völlig unhaltbar. Die Kapazität des Tunnels kann die wachsende Verkehrsbelastung nicht aufhalten. Andererseits ist er notwendig, um so weit als möglich zu entlasten und insbesondere den besonders belastenden Schwerlastverkehr aus der Stadt herauszuhalten.
Auf der anderen Seite ist es falsch anzunehmen, dass der Bau der Regionalstadtbahn dafür sorgen kann, dass plötzlich Reutlingen überhaupt keinen Personenverkehr mehr hat. Dies glauben die Grünen, die sich als Schutzheilige gegen den Tunnel zeigen. Komisch, dass sie ansonsten immer für Tunnels sind (siehe Tübingen). Richtig ist, dass die Regionalstadtbahn einen Teil dazu beitragen kann, dass Pendler immer mehr auf die Bahn umsteigen. Gerade ein stetiger Ausbau nach Tübingen und in Richtung der Schwäbischen Alb, wie sie auch der Regionalverband diskutiert, ist jetzt anzugehen.
Meine Position – und im Übrigen auch die der SPD-Fraktion im Reutlinger Rat – ist die, die Verkehrsträger zu vernetzen, ein breites Angebot zu schaffen und das lang angedachte Projekt eines Güterbahnhofs mit Verlademöglichkeit für den Speditionsverkehr zu verwirklichen. Denn Reutlingen ist und bleibt ein wichtiger Standort für Speditionen. Nur durch eine solche Vernetzung werden wir die Lebensqualität nachhaltig verbessern.
Regionale Aspekte
Auch regional hat eine solche Vernetzung große Potenziale. In der Region steht die Aufgabe ins Haus, den demografischen Wandel zu begleiten. Die Schwäbische Alb muss als attraktiver Lebensraum und Wirtschaftsstandort erhalten bleiben. Deshalb ist gerade dort eine gute Verkehrsanbindung notwendig. Neben dem Straßenbau, der hier unter rot-grün wichtige Impulse bekommen hat, ist auch eine gute Schienenanbindung an die Achse Reutlingen-Stuttgart notwendig. Dies kann nur über den mittelfristigen Ausbau der Regionalstadtbahn in Richtung Alb gewährleistet werden.
Dafür werde ich kämpfen.

