„Wie sieht denn die Metropolregion aus?“ fragten sich die jüngsten SPD-Stadträte aus Stuttgart, Heilbronn und Reutlingen und beschlossen spontan sich mit dem Fahrrad auf die Spuren dieses Gebildes zu setzen. Dabei stellten Tanja Sagasser (31 Jahre, Heilbronn), Ariane Zürn (26 Jahre, Stuttgart) und Sebastian Weigle (30 Jahre, Reutlingen) fest, dass in allen drei Städten trotz ihrer Unterschiedlichkeit ähnliche Themen die Tagesordnung beherrschen. Denn neben den durchaus vergnüglichen Aspekten des Radfahrens standen beim gemeinsamen Ausflug natürlich auch die aktuellen kommunalpolitischen Entwicklungen der drei Großstädte im Mittelpunkt.
Auf dem Rad unterwegs
„Es ist für uns ja spannend, wie sich Themen wie Einkaufsmalls in den anderen Städten entwickeln,“ so Sebastian Weigle, der die positiven und negativen Erfahrungen Heilbronns mit seinem ECE-Center direkt von Kollegin Tanja Sagasser übermittelt bekam.
In der Sozialpolitik bestimmen ähnliche Themen die Tagesordnung der Gemeinderäte. „Die Heilbronner haben beschlossen, Schülern aus sozial schwachen Familien unter die Arme zu greifen. Und Stuttgart ist beim Thema Ganztagsbetreuung ebenfalls gut mit von der Partie,“ stellt der Reutlinger SPD-Kreisvorsitzende fest.
Kostenloser Kindergarten in Heilbronn
Beeindruckt zeigt sich beeindruckt von den bildungspolitischen Anstrengungen der Stadt Heilbronn: „Kostenloser Kindergarten, Qualitätsoffensive und flächendeckende Sprachförderung – wir Reutlinger werden uns das ganz genau anschauen und sicher das eine oder andere in unsere weitere Arbeit und das Wahlprogramm übernehmen. Aber es ist auch eine Bestätigung, dass wir in Reutlingen den richtigen Riecher für Themen haben“
In Heilbronn, wo die Tour ihren Abschluss fand, nutze Tanja Sagasser die Gelegenheit, den beiden Gästen die Innenstadt und die Käthchenparade zu zeigen. Die Stuttgarterin Ariane Zürn, die die Käthchenstadt schon oft besucht hat, zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung der Stadt: „Ich war das letzte Mal vor knapp zwei Jahren hier, seitdem hat sich viel verändert. Und zwar zum Positiven.“
Deutlich wurde den drei, dass die Metropolregion nicht nur ein statisches Gebilde ist, sondern mit Leben gefüllt werden muss. „Es ist wichtig, dass gerade auch Großprojekte in Richtung der Metropolregion gedacht werden“, so Weigle. „Es ist wichtig, dass genau diese die ganze Region einbinden, ob schnellere Zuganbindungen Heilbronns und Reutlingen an Stuttgart oder auch eine gute Verknüpfung der vorhandenen Infrastruktur mit dem Umland.“
Die drei Nachwuchspolitiker, nahmen sich vor, sich zukünftig regelmäßig zum Austausch zu treffen und weitere junge Kommunalpolitiker zum Mitmachen einzuladen: „Die Zukunft liegt in der regionalen Zusammenarbeit“, so Zürn, Sagasser und Weigle unisono. „Nur wer zusammen denkt, wird im Einzelnen mehr erreichen.“

