Spannendes rundrum
Für alle kommunalpolitisch Aktiven und Interessierten ist derzeit in Reutlingen wirkliche Stresszeit angesagt: Der Reutlinger General-Anzeiger hat eine repräsentative Umfrage bei Forsa in Auftrag gegeben. Heute, Dienstag, waren die Themen Stadthalle und Oberbürgermeisterin Thema.
Beide haben die ja fast schon erwarteten Zustimmungswerte:
69% der Reutlinger sind dafür, jetzt eine Stadthalle zu bauen (und nur 22% sind dagegen). Das ist schon sensationell, zieht sich die Zustimmung doch durch alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Dass für den Dudler-Entwurf noch 50% sind, ist angesichts der hohen Egal-Quote ebenfalls eine gute Rate. Jetzt gilt es: Klartext reden, wie die Halle innen aussehen soll und wie sich im Entwurf die Multinutzung darstellen lässt trotz der Höhe. Und dann freue ich mich auf mein „JA“ Anfang Juni.
70% der Reutlingerinnen und Reutlinger sind zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit der Oberbürgermeisterin und fast die Hälfte würde Sie wählen, egal wer gegen Sie antritt. So was erlebt man als Politiker selten. Jetzt heißt es, bescheiden bleiben und weiter kräftig sozial und gerecht Politik machen, werte OB und Reutlingen steuert in weitere acht Jahre charmant-zukunftsgerichtete Bosch-Regentschaft!
Das freut mich als Sozialdemokraten natürlich besonders. Auch wenn ich befürchte, das die Umfrage zum Thema Arbeit des Gemeinderates nicht ganz so nett für uns ausfallen wird. Aber dazu später mehr.
Doch es geht munter weiter: Heute war dann noch das Thema Einkaufszentrum dran. Die ersten Auswertungen und Befragungsergebnisse wurden präsentiert und geben noch reichlich Diskussionsstoff. Eines ist sicher: ECE wird in dieser Form nicht kommen, sondern wird noch einmal einen Veränderungsprozess begehen. Und das ist auch gut so!
Kreisthemen
Auch auf Ebene des Kreises war viel los. So war unser erster Jahresempfang ein schöner Erfolg. Rainer Arnold, MdB war ein würdiger Redner und hat deutliche Positionen bezogen. Egal ob man sie teilt oder nicht: Sie waren getragen von Überzeugung. In Zukunft werde ich öfters mal aus der Internationalen Arbeit der SPD berichten. Nach meiner langen internationalen Zeit bei den Jusos bin ich nunmehr Mitglied der Internationalen Kommission beim Parteivorstand und werde das erste Mal am 19. Mai die Möglichkeit haben, im erlauchten Kreis über die zukünftige Arbeit der SPD zu diskutieren. Ich freu mich!
Daneben ist auf Kreisebene der Regionalplan zentrales Diskussionsthema. Es gibt hier einen meiner Meinung nach falschen Konflikt. Denn es ist im Interesse aller, dass Innenentwicklung vor Außenentwicklung geht und nicht jeder sein Einkaufszentrum auf die grüne Wiese stellen sollte. Die Zeiten sind vorbei. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass die innergemeindlichen Gebiete lebendig bleiben oder wieder werden. Denn sonst haben wir bald nur noch Schlafstätten für Pendler. Und das kann niemand wollen.
Meint für heute
Sebastian Weigle

