Oberbürgermeisterwahlkampf eröffnet
Offensichtlich schon voll im Rennen um die Oberbürgermeisterwahl in Augsburg ist der Reutlinger IHK-Geschäftsführer Wolfgang Epp, der sich nicht entblödet, zu behaupten, dass das Betriebsverfassungsgesetz an der Nichteinstellung von Azubis schuld ist. Man mag ja der irrigen Meinung sein, dass ein freigestellter Betriebsrat einem großen Mittelständer mit 200 Beschäftigten das Genick bricht, man kann aber auch einfach mal nachdenken: Nehmen wir mal an, dass in diesem Betrieb das durchschnittliche Jahresgehalt bei 25.000 € liegt. Dann macht dies eine Jahresgehaltssumme von 5.000.000 € aus. Ja, da schlägt ein freigestellter Betriebsrat voll rein… Und natürlich verdient er überdurchschnittlich viel Geld, denn er war wahrscheinlich in der mittleren Führungsebene des Unternehmens :-))
Also, machen wir 31.000€. Okay, das macht ungefähr 0,6% der Gehaltssumme aus. Ruinös.
Man könnte das Spiel jetzt weitertreiben: Was macht die Firma eigentlich, wenn die Auftragsbücher voller werden? Pleite wegen Nichteinstellenkönnens von Personal? Okay, falsche Frage.
Und wenn jetzt ein Augsburger das mitliest: Epp ist spitze! Nehmt ihn. Euer OB, der ja im Rennen um den Mayor des Jahres ist, den nehmen wir dafür als IHK-Geschäftsführer 😉
Meint freundlich
Sebastian Weigle

